Chance oder Schmu? NEOBOOKS.com von Droemer Knaur

Heute erhielt ich eine E-Mail und gehörte somit zu den ersten 180 Auserwählten. Ich fühle mich fast ein bisschen geehrt. Auserwählt hat mich der Droemer Knaur Verlag mein kürzlich bei Ihnen eingesandtes Manuskript bei dem vom Verlag neuen Manuskriptprüfverfahren anzumelden: NEOBOOKS. – Aktuell noch in der Betaversion für ausgesuchte Autoren und Rezensenten verfügbar.

Nur wer über NEOBOOKS sein Manuskript bereits der Öffentlichkeit präsentiert und zahlreiche Empfehlungen der Leser – also von den Usern, Fans, Freunden, Eltern, von Ehemann, Ehefrau, den Geschmierten und Verführten etc. – erhält und am Stichtag unter den Top 10 landet, bekommt ein Plätzchen auf dem Schreibtisch eines Lektors.

Früher bekam ich nach einer Absage öfters Verlagsprospekte, was ich mit Ärger, Frust und Erheiterung zur Kenntnis nahm. Auf ein Manuskriptprüfverfahren, das mich an ein Casting á la DSDS, Popstars & Co. erinnert, wurde ich noch nicht aufmerksam gemacht. Ich fürchte, es ist auch das erste seiner Art. Das Konzept hinter neobooks.com klingt wie eine verlagsabhängige romansuche.de mit oder ohne Hilfestütze – das habe ich noch nicht konkret erfahren.

Ich bin skeptisch.

Jeder weiß, dass alle Schreibende über Neider, Exanhänger und Hasser verfügen, die in mal lausigen, mal wohlformulierten Worten mitteilen, wie Scheiße sie Text und Autor finden. Und wie oft wurde schon bei Publikumsentscheidungen manipuliert?

Ich bin aber auch neugierig, ob Droemer Knaur hierfür eine Lösung parat hält.

Meine Skepsis bewegt sich jedoch noch weiter und findet bei den AGBs Bestätigung. Möchte ich mein Werk veröffentlichen, muss ich diese zunächst bestätigen. Das ist – wer im Internet unterwegs ist, weiß das – ein normales Prozedere. Und ich gebe zu, meistens bestätige ich die AGBs nur. Hier geht es aber um MEIN Werk, also scrolle ich zumindest einmal durch und stoße sehr schnell auf ein Bündnis, das mir fragwürdig erscheint.

Zitate aus den AGBs:

2.4 Nutzer können einmal eingestellte Beiträge nicht mehr löschen. Sie können sich jedoch an i-lab wenden und um Löschung bitten. Die Löschung des Beitrags steht im Ermessen von i-lab; der Nutzer hat keinen Anspruch auf Löschung, auch nicht bei Kündigung seiner Registrierung.

Die Möglichkeit bei einem anderen Verlag unterzukommen erscheint mir nach diesem Passus schwierig.

3. Rechtseinräumung

3.1 Mit der Einstellung von Beiträgen räumen die Nutzer i-lab an den Beiträgen unwiderruflich die nicht-ausschließlichen, weltweiten und inhaltlich unbegrenzten Nutzungsrechte zur Veröffentlichung und Verbreitung des Beitrags im Internet ein, insbesondere das Bearbeitungsrecht, das Datenbank- und Archivierungsrecht, das Vervielfältigungsrecht, das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung (auch zur Nutzung auf mobilen Endgeräten wie Handys, iPod, iPad etc.) sowie das Recht zur Sendung (jeweils zur Selbstnutzung und Lizenzvergabe an Dritte); die Rechtseinräumung gilt über das Nutzungsverhältnis hinaus, mit Ausnahme der Inhalte des Profils.

Das ist eine sehr umfangreiche Rechtseinräumung für ein nicht mal veröffentlichtes Werk.

Klicke ich weiter, komme ich jedoch zu den Leistungen der Seite, darin heißt es dann doch:

2.5 Der Nutzer ist jederzeit berechtigt, eingestellte Werke von der Website entfernen und/oder die festgelegten Preise zu ändern. Ausnahme sind Werke, die zum Verkauf stehen oder standen und mindestens einmal verkauft wurden. In diesem Fall verhindert der Nutzer durch das Löschen des Werks einen weiteren Verkauf; das Werk verweilt aber dennoch auf dem System um dem Käufer einen weiteren Zugriff darauf über seine Bibliothek zu gewähren.

Ich möchte nicht näher auf alle Paragraphen eingehen, weise aber daraufhin, dass es sich bei der AGB um keine gewöhnliche AGB handelt, sondern um einen stichfesten Vertrag, den sich mancher Autor vom Agenten oder Anwalt absichern lassen würde.

Das Bündnis erscheint mir zu eng, Freiraum zum Bewerben, auch bei anderen Verlagen, benötige ich jedoch, um atmen zu können. Dennoch begrüße ich innovative Ideen. Und ich denke, dass Droemer Knaur nicht der letzte Verlag sein dürfte, der mithilfe dieses Prüfverfahrens zukünftige Romane auswählt. Denn die Verlage können hier Lektoren sparen und der Manuskriptflut entgegen wirken. Der Autor muss sich jedoch einem (noch) nicht ausgereiften Vorauswahlverfahren stellen, bindet sich online an einen Verlag ohne reelle Veröffentlichungschance und muss den allgemeinen Ideenklau fürchten.

Ich bin weiterhin skeptisch. Fast noch ein bisschen mehr als zuvor und werde Neobooks.com erst einmal mit etwas Abstand betrachten. Ohja, ich möchte meine „Werke“ veröffentlichen. Natürlich. Aber nicht um jeden Preis und verheizen will ich sie auch nicht.

Trotzdem Danke für die freundliche Einladung. Vielleicht komme ich später darauf zurück.

© Zitate, Ausschnitte der AGBs: www.neobooks.com

30.07.2010 – Nachtrag zum Artikel: 
Auf der Webseite von Neobooks gibt es einen Feedbackbutton, den ich in Anspruch nahm, denn ich finde immer: “Meckern kann jeder”, aber seine Bedenken der richtigen Stelle mitteilen, kann beide Seiten wachsen lassen. Und so erhielt ich auch heute morgen eine E-Mail der zuständigen Managerin als Reaktion auf diesen Artikel. Sie war keineswegs verärgert, sondern sehr freundlich und nahm mir zunächst meine Skepsis. U.a. schreibt sie: “Da sich unsere Seite noch in der Betaphase befindet, wird wir noch an einigen Stellen kräftig gebaut und entwickelt. Damit uns unsere Autoren nicht mit Skepsis begegnen müssen, wollen wir eine offene Plattform sein, die auch offen mit Fragen umgeht und faire Verhältnisse für die Autoren schafft. Denn wir wollen letztlich eine Akquise-Plattform für Droemer Knaur und Autoren- und Leser-Community schaffen, in der sich (angehende) Autoren aufgehoben fühlen.”  Zumindest hat Neobooks somit erst mal eine Chance von meiner Seite verdient und ich werde, wie auch vorher schon geschrieben, die Entwicklung der Plattform mit Interesse beobachten.

 

29. Juli 2010  Tags: , ,   Geschrieben in: Aus der Literaturwelt u.a., Mein Schreibtisch

43 Antworten

  1. Harald - Juli 29, 2010

    Hallo,
    habe heute gleichlautende Email erhalten.
    Auf der Neobooks-Seite konnte ich nicht einmal ein Impressum finden.
    Ich bin sehr skeptisch, ob wirklich Droemer Knaur dahintersteckt, oder die Daten über dunkle Wege an Neobooks gelangt sind.
    Nach den oben aufgeführten AGB-Ausschnitten kann man von der Sache nur abraten.
    Gruß
    Harald


  2. Nicole Rensmann - Juli 29, 2010

    Hallo Harald,
    irgendwo auf der Neobooks-Seite steht der Twitteraccount, dort wurde auch geschrieben, dass der erste Brief an 180 Adressaten rausging. Es scheint durchaus Droemer zu sein. Aber für Autoren finde ich es eine traurige Entwicklung im Manuskriptauswahlverfahren!
    Beste Grüße, Nicole


  3. Harald - Juli 29, 2010

    Hallo Nicole.

    ich habe Droemer direkt angemailt. Ich bin gespannt auf deren Redaktion.

    Viele Grüße

    Harald


  4. TD - Juli 29, 2010

    Hmmmmm…..

    Eine Whois-Anfrage sagt:

    Owner Contact:
    Ralf Müller
    i-lab GmbH
    Hilblestrasse 54
    München, 80636, DE

    Punycode Name: neobooks.com
    Unicode Name: neobooks.com

    Admin Contact
    Ralf Müller
    i-lab GmbH
    info@historische-romane.de
    Hilblestrasse 54
    München, 80636, DE
    phone: +49.899271316

    Technical Contact
    Klaus Schaer
    Internet PoP Hannover GmbH
    hostmaster@pop-hannover.net
    Vahrenwalder Strasse 205
    Hannover, 30165, DE
    phone: +49.511372940

    Zone Contact
    Klaus Schaer
    Internet PoP Hannover GmbH
    hostmaster@pop-hannover.net
    Vahrenwalder Strasse 205
    Hannover, 30165, DE
    phone: +49.511372940

    Hat jetzt nicht wirklich was mit KNAUR zu tun, auf den ersten Blick…
    Dieser i-Lab GMBH gehört noch die Seite:
    http://www.historische-romane.de/impressum.html

    Aber auch hier sehe ich keine Verbindung zu KNAUR.

    Hmmmm…..

    Hmmmmm……………..


  5. TD - Juli 29, 2010

    Ahhh…. Das Impressum sagt mehr:

    historische-Romane.de:
    Geschäftsführer:
    Ralf Müller
    Christian Tesch
    Dr. Hans-Peter Übleis
    Umsatzsteueridentifikationsnummer:
    DE 250307950

    Knaur:
    Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG
    München HRA-Nr. 74384
    Postadresse: D-80632 München

    Persönlich haftende Gesellschafterin:

    Verlagsgruppe Droemer Knaur Verwaltungsgesellschaft mbH
    München HRB-Nr. 123842

    Geschäftsführer:
    Ralf Müller, Christian Tesch, Dr. Hans-Peter Übleis
    Umsatzsteueridentifikationsnummer:
    DE 812590524

    Also wohl die gleichen Personen.


  6. Ina Fuchshuber von neobooks - Juli 30, 2010

    Liebe Autoren!

    Des Rätsels Lösung:
    Ja, neobooks ist eine neue Plattform von Droemer Knaur.

    Gerade habe ich Frau Rensmann auch auf Ihre E-mail an uns geantwortet – folgendes möchte ich zu den Kritikpunkten sagen:

    Autoren behalten Ihre Urheberverwertungsrechte!

    Die Verwertungsrechte am Werk bleiben beim Autor – wir lassen uns lediglich das Recht einräumen, das Werk auf unserer Plattform neobooks zu publizieren – sonst funktioniert ja die Plattform nicht ;) – und auch das nicht exklusiv, d.h. das Werk kann auch online noch anderswo veröffentlicht werden. Das Werk kann außerdem jederzeit wieder von der Plattform genommen werden und gelöscht werden. Wir können nur das Werk, dass evtl. schon von einem Nutzer downgeloadet wurde, nicht mehr zurückholen.

    Das Werk kann also jederzeit auch bei einem anderen Verlag zur Prüfung eingereicht werden oder ein anderer Vertrag geschlossen werden (allerdings lassen wir uns eine Option geben – d.h. wir würden um die Rechte für die TB-Ausgabe oder ebook-Ausgabe dann mitverhandeln wollen).

    Vielleicht ist es in den AGB missverständlich formuliert und wir werden das sofort ändern – mit den „Beiträgen“ sind nämlich Kommentare und Rezensionen gemeint, aber keinesfalls die Werke!

    Zum Wettbewerb: Wir wünschen uns natürlich, dass wir Stimmen von Lesern und anderen Autoren zu den hochgeladenen Werken bekommen.

    Gleichzeitig gibt es aber auf neobooks eine Lektorin, die den Prozess mitbegleiten wird sowie einen Community Manager, der Manipulationsversuche verhindern kann.

    Unser Bewertungssystem lässt außerdem z.B. keine Abwertungen zu.

    Letztlich liegt aber die Entscheidung darüber, ob und was bei Droemer Knaur im Buchprogramm oder im ebook-Programm erscheint, das Lektorat von Droemer Knaur.

    Da sich unsere Seite noch in der Betaphase befindet, wird natürlich noch an einigen Stellen kräftig gebaut und entwickelt. Damit uns unsere Autoren nicht mit Skepsis begegnen müssen, wollen wir eine offene Plattform sein, die auch offen mit Fragen umgeht und faire Verhältnisse für die Autoren schafft.

    Gerade weil wir noch in der Betaphase sind, wollen wir auch Feedback von Autoren einsammeln und die Plattform weiter entwickeln.

    Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich daher bitte gerne an mich unter team@neobooks.com


  7. Karin - Juli 30, 2010

    Hallo Nicole,

    so einen ähnlichen Konzept gibt es seit Anfang dieses Jahres schon, die Betreiber nennen sich EPIDU auf http://www.epidu.de und die verlegen mindestens eins von den besten 5 Bücher. Die Bewertungphase endet auch schon morgen und die verkünden dann wer morgen verlegt wird, wird interessant sein wie sie sich entwickeln.
    Ich denke mal da die als erstes bestehen hat sich der Droemer Verlag das Konzept von denen kopiert.

    Viele Grüße

    Karin


  8. Nicole Rensmann - Juli 30, 2010

    Liebe Frau Fuchshuber,
    danke für Ihre schnelle Reaktion und Erklärungen in den für uns noch fragwürdigen Punkten. Das spricht auf jeden Fall für Neobooks. Kritik ist – so sehe ich das immer – nie etwas Böses, sondern kann uns, ein Buch, eine Plattform doch nur besser werden lassen, sofern sie konstruktiv ist. Ich hoffe, das ist mir gelungen!
    Ihre Worte beruhigen mich persönlich und ich werde, wie im Nachtrag verfasst, mich nun doch auch mal außerhalb der AGBs bewegen. ;-)

    Es bleibt noch die Frage, wie andere Verlage damit umgehen, was vermutlich individuell gehandelt wird: Wenn ich ein Manuskript bei neobooks online stelle und teilweise verkaufe, gleichzeitig aber noch bei einem anderen Verlag einreiche, weil ich es natürlich gerne als Buch gedruckt sehen möchte, wird dieser Verlag dann ablehnen, weil das Manuskript bereits online veröffentlicht wurde?

    Liebe Grüße, Nicole Rensmann


  9. Ina Fuchshuber von neobooks - Juli 30, 2010

    Liebe Frau Rensmann!

    Ihre Kritik war auf alle Fälle konstruktiv!

    Dass ein Werk als unbrauchbar gilt, nur weil es schon online veröffentlicht wurde, denke ich nicht.

    Einige Bestseller – aus unserem Haus z.B. von Herrn Niemz: Lucy im Licht – wurden auch im PoD-Verfahren zuerst veröffentlicht und im Selbstverlag vertrieben – und haben da schon bewiesen, dass sie gut sind und Leser finden.
    Außerdem denke ich, dass man online und offline (resp. Im ebook) auch unterschiedliche Zielgruppen erreicht.

    Das Konzept, die Nutzer in die Auswahl guter Werke mit einzubinden, gibt es in anderen Branchen schon länger, und v.a. in der Musikbranche ja auch sehr erfolgreich. Im Buchbereich ist das Konzept meines Wissens derzeit in China am erfolgreichsten.

    Viele Grüße
    Ina Fuchshuber


  10. Sören Prescher - August 1, 2010

    Hallo Nicole,

    vielen Dank für den interessanten Blogartikel und die Folge-Einträge. Da mitzulesen, war wirklich sehr informativ.

    Viele Grüße,

    Sören

    p.s. Ich hoffe, dir geht es gut und du bist trotz solcher Angebote, wie das von Droemer Knaur, nicht zu sehr im Stress. :-)


  11. Aljoscha Long - August 2, 2010

    Liebe Nicole Rensmann,

    danke für diesen Blogeintrag. Wir hatten auch die Mail bekommen und uns über genau dieselben Punkte gewundert. Ich habe auch gleich an Knaur und neobooks geschrieben.
    Jetzt ist ja einiges klarer.Schön, dass Neobooks auch gleich geantwortet hat.

    Herzliche Grüße,

    aljoscha long


  12. Angela - August 2, 2010

    Liebe Nicole Rensmann,

    sehr tröstlich, dass es anderen Kollegen ebenso ergeht und wie hilfreich dieser Eintrag gleich zur Klärung beigetragen hat.

    Beste Grüße an die “Mama der Staubfee” ;)
    Angela


  13. Nicole Rensmann - August 2, 2010

    Hallo Angela,

    schnief. “Mama der Staubfee” klingt toll! Da fühle ich mich geehrt. ;-)

    Hallo an den Rest, es freut mich, dass dieser Eintrag anscheinend zur Aufklärung beitragen konnte, nicht zuletzt sicherlich, weil sich Frau Fuchshuber selbst zu Wort meldete!

    Beste Grüße, Nicole


  14. Angela - August 3, 2010

    Darfst Dich ruhig geehrt fühlen, die Geschichte ist toll!

    So und nun werde ich eine Lesebrobe einstellen, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt, richtig?

    Ich wünsche uns viel Erfolg!

    LG
    Angela


  15. Ellis - August 4, 2010

    Wie hier schon angesprochen, sind solche Portale nichts Neues, ähnliches versucht(e) z.B. ein bekannter Kinderbuchverlag mit triboox.
    Auf kritische Anmerkungen reagierte man ziemlich verblüfft – über die angesprochenen Punkte hatte man sich noch keine Gedanken gemacht.
    Das gilt wohl auch für Knaur.

    Meiner Ansicht nach ist das nicht als “Akquise-Platform” gedacht (wozu? kriegt Knaur nicht genügend Manuskripte auf den Tisch?), sondern als eleganter Weg, unbrauchbare Manuskripte zu entsorgen.
    Man verärgert keine hoffnungsvollen Autoren mit einer Standardabsage, macht ihnen vielmehr neue Hoffnung – und wird von weiteren Manuskripteinsendungen verschont.
    So kann man sich dann mit mehr Zeit den Manuskripten widmen, die über Agenturen den Verlag erreichen, bei denen man davon ausgehen kann, daß sie was taugen.

    Und übrigens – Manipulationen verhindern… das muß im Internet erst noch einer vormachen. Trolle wird eine solche Platform geradezu magisch anziehen.


  16. Nicole - August 4, 2010

    Ich möchte hier daraufhinweisen, dass die Autoren bei MONTSEGUR ebenfalls über das Konzept diskutieren. http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1280865042/8#
    Außerdem habe ich nun einmal zwei meiner Manuskripte – nur als Leseprobe – eingetragen, denn ich kann sie in der Tat wieder löschen. Das war mir wichtig. Skeptisch bin ich aber immer noch und ich bin nach wie vor nicht von dieser Art der Manuskriptverwertung bzw. – einreichung überzeugt.


  17. Neobooks: Droemer Knaur geht neue Wege « Newsblog: Autor Philipp Bobrowski - August 4, 2010

    [...] Artikel bei Nicole (unbedingt auch die Kommentare lesen!) [...]


  18. Philipp - August 4, 2010

    Toller Artikel, Nicole, vielen Dank dafür.


  19. Ein neuer Weg zum Verlag « Texteundtee Blog - August 4, 2010

    [...] neuer Weg zum Verlag Von texteundtee Kollegin Nicole Rensmann und Kollege Philipp Bobrowski erzählen über das neue Portal Neobooks. Dieses Projekt des Droemr [...]


  20. Renate Doms - August 6, 2010

    Einen schönen guten Morgen wünsch ich allerseits,

    mit neugier und Interesse habe ich nun die Kommentare hier gelesen.
    Zitat von Nicole:>ich bin nach wie vor nicht von dieser Art der Manuskriptverwertung bzw. – einreichung überzeugt<

    Ich schließe mich da nahtlos an. Ich kann dem nicht viel abgewinnen. Klar man geht mit der Zeit und will innovativ arbeiten, dass ist alles nachvollziehbar. Ich glaube auch nicht, dass diese Art der Manuskript-Beurteilung unseriös ist. Da wird viel Arbeit reingesteckt und neobooks wird sicher eine tolle, gut durchdachte Struktur auf der Plattform präsentieren. Alles nicht das Problem. Was mich stört ist, dass DK hier wohl ein Arbeitsfeld auslagern möchte, was eben unbequem und zeitraubend ist. Aber diese Arbeit gehört für mich ganz klar in einen Verlag und nicht ins Internet. Die Idee ein Zielpublikum mit in die Entscheidungen einzubeziehen ist m.E. eine sehr gute, aber das sollte nicht öffentlich geschehen. Das sich grundsätzlich etwas am Auswahlverfahren der Verlage ändern muss ist m.E. längst überfällig, aber ob das der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln.

    LG
    Renate


  21. Nicole - August 6, 2010

    Meine beiden Leseproben stehen nun seit 2 Tagen bei neobooks.com online. Das Einpflegen des Textes, Klappentexte, Infos und Exposé (nur für den Lektor bestimmt) war sehr umfangreich und benötigte viel Zeit. Die Vorschau liegt versteckt im eigenen Profil unter „Meine Werke“, was die Handhabung schwierig macht. Die Vorauswahl der Cover könnte umfangreicher sein. Kleine Anleitungstipps zur Erstellung des Werks und eines Exposés sind jedoch hilfreich.

    Mein Jugendroman wurde 14 Mal gelesen – keine Rezensionen, keine Empfehlungen bisher. “Niemands Niemandsland” wurde bisher 17 Mal gelesen, einmal rezensiert (4 von 5 Sternen), aber eine sehr schöne Kritik, die sowohl Positives, als auch Negatives aussagt, wobei ich letzteres mit einer längeren Leseprobe entkräften könnte, aber nicht möchte. Ich werde niemals ein komplettes Manuskript einstellen.
    Aber andere Autoren haben ihre Texte komplett eingetragen.

    Was mir dabei auffiel, ist, dass die meisten dort ihre Werke unter Pseudonym einstellen. Ich habe das nicht gemacht. Vielleicht ist es dumm unter seinem richtigen Namen sein Werk vorzustellen, vielleicht ist es aber auch einfach mal notwendig auch im Netz hinter dem zu stehen, was man sagt, aussagt oder von sich preisgibt?!

    Noch gibt es Fehler in der Administration und der Pflege der Seite, obwohl das in den Anfängen bei einer geringen Anzahl neuen Manuskripten weniger problematisch sein sollte: Seit mindestens 2 Tagen gibt es bei einem Buch einer Autorin eine Rezension, diese ist positiv, die Rezensentin vergab jedoch nur einen Stern. Eine Korrektur scheint nicht möglich und auch von seitens der Administration nicht vorgesehen. Eine Kontrolle ist aber dringend nötig, denn solche Fehler passieren und frustrieren den Autor unter Umständen. Außerdem würde es die Seriosität der Plattform steigern, wenn auch die Rezensionen überwacht werden würden.
    Überhaupt fürchte ich, dass dieses Sternchen 1-5-System missbraucht werden wird, denn nicht alle Leser sind in der Lage so differenziert zu bewerten. Auch wird die Plattform mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mit-Zieh-Projekt werden. Erhielt jemand bereits eine Empfehlung, wird genauer geschaut und mitgezogen, gleich bewertet, auch für gut befunden. Oder der Text als genau das Gegenteil beurteilt. Wer noch keine Sterne und keine Empfehlung hat, erhält oft erst gar nicht mehr das Augenmerk des Lesers und kann so nie zu einer Empfehlung kommen. Wer eine seriöse Plattform errichten will, in der er gute Manuskripte finden möchte, sollte bedenken, dass eine Sortierung durch meist anonymen Lesern auch – und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die hier aber noch nicht gegeben zu sein scheinen – nach hinten los gehen könnte und vermutlich wird.

    Ich schließe mich Renate an. Die Verlage müssen umdenken, und das was in China und Amerika funktioniert, muss noch lange nicht bei uns möglich sein.

    Aber Neobooks befindet sich noch in der Entwicklungsphase und jede Meinung hier und direkt an Neobooks zählt und hilft, die Plattform besser zu machen. Vielleicht wird es Zeit für eine Revolution? ;-)

    Gruß, Nicole – die weiter von ihrem kleinen Experiment an dieser Stelle berichten wird.


  22. Sabine - August 8, 2010

    Liebe Nicole,

    ich habe mich direkt an Frau Fuchshuber gewandt, u.a. bzgl. der Möglichkeit, ob Autoren unter Pseudonym ihre Werke veröffentlichen können.
    Mir persönlich wäre das schon willkommen, denn das Internet ist ein Dorf in vielen Communitys Gleichgesinnter. Und wo Menschen immer wieder aufeinandertreffen, sind auch oft persönliche Animositäten vorhanden.
    Da es diese Möglichkeit also gibt, zum nächsten Punkt, und der betraf die Frage nach einem fairen Voting.

    Dazu zietiere den entsprechenden Part aus der Mail (in der Annahme, das ist okay, denn dies Frage werden sich viele stellen):

    “Wir haben das System z.B. so angelegt, dass Rezensenten die Werke nur empfehlen können, also keine Abwertung möglich ist – so können wir Bashing in der Community verhindern. Also entweder wird ein Werk uns zur Publikation empfohlen (und nur das zählt im Wettbewerb) oder eben nicht.
    Die Votings zu manipulieren ist aus mehreren Gründen schwer. 1. zählen Empfehlungen von bewährten Mitgliedern mehr als Empfehlungen von Neulingen, d.h. 100 Freunde einzuladen, die nur das eigene Werk bewerten bringt nicht viel. 2. Zudem haben wir eine sog. Trendsetter-Verfahren entwickelt, indem Rezensenten mehr Gewicht bekommen, die gute Werke als erste entdeckt haben. 3. Sind in unserer Community offen und verdeckt Lektoren von Droemer Knaur unterwegs und der besagte Community-Manager. 4. Werden die Top10 ja erst vom Lektorat geprüft (vierteljährlich) und spätestens dann sehen wir, wenn sich ein nicht so qualitativ hochwertiges Werk eingeschlichen hat.”

    Liebe Grüße


  23. Nicole Rensmann - August 9, 2010

    Ich habe heute meine beiden Manuskripte wieder gelöscht. Warum? Weil immer mehr neue Manus eingestellt werden, die alten dann nur beachtet werden, wenn sie Empfehlungen erhalten und somit auf eine Liste kommen. Wer aber nicht darauf steht, wird nicht mehr gelesen und somit gar nicht mehr beachtet, kann aber dann auch keine Empfehlung oder eine Rezension erhalten.

    Das Team hinter Neobooks arbeitet noch an vielen Kritikpunkten, das möchte ich auf jeden Fall erwähnen. Und ich weiß das, da ich freundlicherweise von Ina Fuchshuber in die interne kleine “Kritik-Runde” eingeladen wurde. Darum an dieser Stelle auch keine näheren Details und auch nicht, Sabine, auf deine Punkte! :-)

    Als Autor ist die Plattform für mich aktuell jedoch uninteressant. Ich höre, lese, kritisiere und beobachte weiter und hoffe.


  24. schreibix - August 9, 2010

    ich sehe noch ein paar andere probleme:

    1. in so einem forum wie neobooks kritisieren üblicherweise autoren andere autoren. so etwas führt in anderen foren regelmässig zu riesen problemen. ich habe selbst schon an einer “renommierten” schreibwerkstatt teilgenommen, die in einer späteren runde (als ich nicht mehr dabei war) abgebrochen wurde, weil sich die teilnehmer so dermaßen in die haare bekommen haben, dass es nicht mehr weiter ging.
    ich denke, es wäre viel sinnvoller, leser und autoren zu trennen, also rezensent kann man nur sein, wenn man nicht selbst veröffentlicht und anders herum. goodies wie kostenlose bücher, die man gewinnen könnte, sind doch für einen großen verlag wie DK sicher kein problem.

    2. die bandbreite des angebots ist viel zu hoch. da kann man alles reinstellen: romane, kurzgeschichten, erzählungen, lyrik. und alles wird mit allem verglichen. ich kann nicht glauben, dass DK alles verwenden kann, selbst wenn nachher unter die ersten 10 nur lyrikbände gelangen (ok, das ist rein hypothetisch, ich geb’s zu), wird das Lektorat die alle abbügeln.
    Viel sinnvoller wäre es, DK sagt ganz klar: ok für das nächste Programm brauchen wir einen historischen roman über den 30-jährigen Krieg, einen Wissenschaft-Thriller im Bereich Nanotechnologie und einen Frauenroman in Afrika. Dann können die Leute ihre Exposes und Leseproben reinstellen, die ein lektor kruz auf professionalität (also passt zum thema und ist sprachlich nicht gerade unter aller kanone) und die leser beurteilen und was dann unter den ersten 10 landet, ist auch wirklich miteinander vergleichbar.

    3. Da die Verlage und DK sowieso immer nur Romane suchen, sollte man die Eintrittslatte viel höher legen. Man sollte nur ganze Texte einstellen können(also Romane nicht unter 200 Seiten), es wird aber nur eine Leseprobe der ersten 30 Seiten angezeigt. Es wird eine Rechtschreibprüfung drübergelegt, und wer nicht mal die grundsätzlichen Regeln kennt, kommt gar nicht rein. Und es sollte so etwas wie eine Eingangskontrolle geben. So stellt jeder alles rein, es kostet ja nix und tut nicht weh. Wenn die Autoren eh nur ganze Werke einstellen dürften, würden eh viel weniger mitmachen und dann wäre der Aufwand einer professionellen Vorkontrolle auch nicht so groß.

    Gruß vom schreibix, der selbst schon einen text dort eingestellt und dann wieder gelöscht hat, aus den o.g. gründen.


  25. Outsourcing im Lektorat: Droemer Knaur geht mit neobooks neue Wege – Das Literatur-Café - Der literarische Treffpunkt im Internet - September 29, 2010

    [...] verglichen. Äpfel mit Birnen und Orangen.Ein interessanter Schachzug des Verlages besteht darin, Kritiker wie Nicole Rensmann und andere Autoren, die mir durch verschiedene Literaturforen bekannt sind, durch Aufnahme in den [...]


  26. superwiser - September 30, 2010

    Schreibix,Nicole und auch alle anderen haben Recht!
    Also, was solls?

    Das Problem mit “Bewertungen” und schreibix hat es bereits völlig richtig beleuchtet, ist, dass es meist gar nicht um irgendeinen Qualitätsbeweis eines anderen Textes geht.

    Und, in der von schreibix angeführten “Schreibwerkstatt” (betr. von einer sehr renomierten Autorin) wurde immer wieder darüber gestritten, es geht im Grunde nur darum, möglichst “selber abzuräumen”.

    Was nicht selten dazu führt, dass sich “Unterlegene”, nämlich die, die fremde, bessere Manuskripte eher für Hindernisse des eigenen Erfolges als für einen Anreiz zu besserer Schreibe sehen wollen, zusammen tun, nur um den “größten” Konkurenten “zu vergraulen”.

    Wenn es dem Verlag darum geht, gute Talente zu entdecken, sollte er sich auch weiterhin die Arbeit machen und auch nicht die Kosten sparen, die Lektorieren nun mal verursacht.

    Ich würde sehr gerne, werde aber nicht…
    …hier einstellen!

    Ich werde, denn es denn mal soweit ist, meinen fertigen Text direkt zum Verlag schicken.

    Wo er, wie ich doch hoffen möchte, die ihm zustehende Beachtung finden wird.

    Gruß, superwiser


  27. superwiser - Oktober 11, 2010

    Möglicherweise auch hier von Interesse! DK, die Mutter von NEOBOOKS überlässt, warum denn auch, nichts dem Zufall!

    http://www.youtube.com/user/gaudissimo

    Hier erzählt ein Autor, von DK geködert, wie man Texte gekonnt plaziert, möglicherweise zurecht, damit dieses zarte Pflänzlein nicht nur dem unberechenbaren Zufall überlassen bleibt.


  28. Once - Oktober 22, 2010

    “Ich würde sehr gerne, werde aber nicht…
    …hier einstellen!” (superwiser)

    Weshalb, hat superwiser etwa Angst, dass er als Autor auf Neobooks ganz genauso mies beleidigt wird, wie er selbst mit seinen Rezensionen andere Autoren auf Neobooks beleidigt?

    “Wo er, wie ich doch hoffen möchte, die ihm zustehende Beachtung finden wird.” (superwiser)

    Sollte man da – Möge die zustehende Beachtung, oder eher die Reaktion des entsprechenden Verlages, einer ähnlichen entsprechen, die superwiser selbst auf Neobooks zumindest einem der dortigen Autoren bereits schenkte – wünschen?

    Wessen Intention es ist, von Menschen wie superwiser auf Neobooks beleidigt zu werden (nachzulesen im Forum von Neobooks), dem sei es empfohlen, dort seine Texte einzustellen. Eines gilt es dabei aber zu bedenken: Neobooks reagiert dann keineswegs so, wie man sich das als seriöser Autor vielleicht wünschen würde. Das Melden sowie das Kommentieren einer beleidigenden Rezension per Button ist abhängig von der jeweiligen Tagesform der Technik, also keinesfalls gewährleistet. Meldet man eine solche Rezension per E-Mail, könnte es dennoch durchaus sein, dass sie auch am nächsten Tage noch für alle lesbar unter dem eingestellten Text prangt und andere Leser negativ beeinflussen kann. Wird ein seriöser Autor von Menschen wie superwiser aus Missgunst dem Massenmörder Osama bin Laden zugeordnet (ebenfalls nachzulesen im Forum von Neobooks), reagiert das Team von Neobooks mit den Worten, jeder dürfe auf Neobooks seine Meinung frei äußern. Wer also kein Problem mit solcherlei Umgangsformen hat (auch Mitglieder des Neobook-Teams, tun sie auch noch so seriös, müssen nicht zwingend eine gute Kinderstube genossen haben), der wird sich auf Neobooks vielleicht wohlfühlen. Erfolg wird dort aber nicht unbedingt der haben, der wirklich gut schreiben kann, sondern Beachtung findet in erster Linie der, der genug Leute dazu anstiften konnte, Empfehlungen für ihn abzugeben. Wünsche viel Erfolg dem, der sich diesem albernen und unausgereiften Wettstreit anschließt. Die Frage aber sollte sein, wem er damit in Wahheit dient, wirklich sich selbst oder in erster Linie Neobooks!?


  29. superwiser - Oktober 22, 2010

    In der Tat, once, es ist so wie Sie es hier blumenreich beschreiben: Ehre, wem Ehre gebühret! Nur, wer einen Ratgeber ankündigt, sollte dann auch Rat geben können und nicht lediglich ein Phamplet damit meinen. Angel_M. hatte einen “Ratgeber” dort eingestellt und wer sich, so wie ich zunächst, ernsthaft um den versprochenen Rat bemühte, musste sehr schnell enttäuscht erkennen, dass er lediglich eine Aufzählung der Ungeheuerlichkeiten der Autorin vorgelegt bekam. Der Ungeheuerlichkeiten, die die Autorin in ihrem sicherlich nicht leichten Leben zu vergegenwärtigen hatte.
    Zunächst noch voller Bewunderung für diese Autorin und eingedenk der Tatsache, dass sie es dennoch vermochte, zu einem reifen Menschen und sogar einer Autorin werden zu können, wurde man dann durch stramm vorgetragenes religiöses sehr leicht Austauschbares, im Kern enttäuscht.
    Die Beweiskette, eigenen Auserwähltseins wegen, wurde dann sogar durch eine klitzekleine Behauptung “getoppt”, ein Muslim, der nicht weniger als 2.000.000.000 Menschen weltweit persönlich (?) bekannt sei, wäre ihre Mit-Identität, ihre Doppel-Existenz, ihr wahres Zweitflämmchen!
    Nun, da mir nach kürzest, strengstem Nachdenken, nur ein einziger Name (der des Propheten, lang währe sein himmlisches Sein, fiel ja dann aus, da der schon längst beim
    einzigen Gott, dessen Name allzeit gepriesen werde, weilte) ein. Der des wohl bekanntesten Muslim weltweit, Osama bin Laden, der Verruchte aus dem muslimischen Königreich Saudi Arabien! Wer, wenn nicht der, kann wohl schon auf einen solchen Bekanntheitsgrad verweisen? Ich jedenfalls nicht. Sie jedenfalls, once, können nun Ihre Absicht, mich hier bloßstellen zu wollen, ja noch einmal überdenken.
    Und die Autorin des o.g. Werkes, einfach nochmal, ob es denn wirklich ein Ratgeber sein sollte, den sie da der Gemeinde der wirklich an Rat Interessierten mit lieblichsten Worten präsentierte!

    Gruß, superwiser.

    Die Macher von neo trifft keine Schuld! Immer der, der sich mit seinen Texten in die Öffentlichkeit traut, sollte auch mit Kritik umgehen können! Ansonsten, nicht sein/ihr Ding! Ich jedenfalls, fühle mich selber für zu sensibel, um mich der “Meute zum Fraß vorzuwerfen”! Drum gibts da auch nichts zu lesen!


  30. Selbst ist der Autor | - Oktober 24, 2010

    [...] Blog von Nicole Rensman werden weitere Kritikpunkte [...]


  31. Neobooks macht weiter von sich reden « Newsblog: Autor Philipp Bobrowski - Oktober 26, 2010

    [...] witzig: Im stetig wachsenden Kommentarstrang bei Nicole demonstrieren zwei Autoren der Community in den aktuell letzten Kommentaren sehr ansehnlich, wo die [...]


  32. Nicole - Oktober 31, 2010

    Hallo Sabrina,

    das ist ein schöner Bericht und deckt sich mit meinen Erfahrungen und somit eigentlich genau mit dem, was ich von vornherein kritisierte. Leider scheint sich auch nach vielen Diskussionen – aus denen ich mich sehr schnell wieder ausgeklinkt habe – nichts geändert zu haben. Schade. In der Tat.

    Beste Grüße, Nicole


  33. superwiser - November 1, 2010

    Schade, sage ich, Sabrina war ein echter Licht-Blick bei neobooks!
    Aber ich denke, mit der Beurteilung der Gesamt-Situation hat sie noch nicht einmal so ganz unrecht.
    Nur, und da sollte Sabrina mal drüber nachdenken, warum stellt man sein “Schubladen”-Projekt überhaupt dort ein, für das es sich scheinbar nicht lohnt, mal bei Agenten vorzusprechen oder einen “richtigen Verlag” zu suchen?
    Und dann, von den Versuchen einiger Volldeppen (und das müssen sie wohl sein, wenn sie meinen mit leicht zu durchschauenden Manipulationen Irgendeinen bei neobooks verarschen zu können)genervt, sein Dingens wieder rauszunehmen.
    Also Sabrina, ich lese aus hrem Beitrag hier ein gewisses Frusterle heraus, was mich beinahe sicher macht, dass Ihnen das Gebahren im Verlagsgeschäft des 21ten Jahrhunderts, eher fremd sein muss.
    Um ein erfolgreicher Autor werden zu können, braucht es noch sehr viel mehr, als nur ein verdammt gutes Manuskript in der Schublade zu haben.
    Also, raus mit der Sprache, warum?
    Dieses Probehaftemitmachen nehme ich Ihnen nun nicht ab.
    Wenn es denn schon zumindest ein gutes Manuskript braucht, um wirklich bei einem ernsthaften Verlagshaus punkten zu können, warum glauben Sie, dass die “Schieber” und “Rosstäuscher” im “Wettbewerb bei neobokks”, irgendeinen Erfolg haben könnten?
    Glauben Sie mir ruhig, die, die da in die “Topp Ten” mit Schmu einzogen, werden demnächst still in ihre Kofkissen flennen, wenn es über sie Absagen oder Rausschmisse regnet!
    Ich, jedenfalls, glaube doch noch an “die Kraft der geschliffenen Worte”!

    Gruß, superwiser


  34. Sabrina - November 1, 2010

    Hallo superwiser,

    vielen Dank für den “Licht-Blick”. :-) Ich bin allenfalls frustriert, weil eine gute Idee wie neobooks leider in der Praxis so nicht funktioniert. Es gab/gibt dort ja nun doch auch einige wirklich gute Bücher. Der Frust hält sich jedoch in Grenzen, weil ich vornehmlich mit anderen Dingen beschäftigt bin. Vielleicht ist fürs “erfolgreicher Autor werden” irgendwann einmal mehr Zeit, dann werde ich mich drum kümmern. Ich habe neobooks in der Tat einfach nur ausprobiert, weil ich die Idee, dass Leser entscheiden, wirklich gut finde.

    Viele Grüße

    Sabrina


  35. Aaron - November 1, 2010

    Hallo liebe Leute,
    neobooks ist doch bloß ein Versuchsballon. Das Konzept der qualitativen Ausfilterung durch Leser ist nur theoretisch für einen Verlag arbeitseinsparend. Wer mal bei neobooks reinschaut, wird sehen, dass dieses Konzept alle denkbaren Blödheiten auch gleich mitliefert. Da beurteilen Fantasy- Fans, die gerade mal Harry Potter verstehen, anspruchsvolle Kurzgeschichten und finden die natürlich Scheiße. Andererseits gibt es auch einige wenige belesene Zeitgenossen, die gut kritisíeren und auch fachmännisch den Finger in Wunden legen. Die sind aber hoffnunglos in der Minderheit.
    Wenn ich mich so durch die gut beurteilten Texte lese, sind tatsächlich auch ein bis zwei gute Texte dabei. Das Problem sehe ich darin, dass viele der hoch gelobten Manuskripte sehr bescheiden sind, aber thematisch ein vorhandenes Bedürfnis nach Fantasy bedienen.
    Die “Testleser” auf der Plattform beurteilen nämlich nahezu ausschließlich danach, ob sie den Text inhaltlich interssant finden. Es fehlt also regelmäßig der belesene Lektor, der vielleicht selbst andere Interessen hat, aber die “Güte” eines Fantasytextes eben auch beurteilen kann.
    M.E. erspart neobooks keineswegs die Auslese durch einen Fachmann.
    Die Schwemme an Manuskripten liegt im uninteressanten Mittelfeld. Neobooks User filtern nur den groben Blödsinn aus ( ist aber auch noch fraglich). Es wird also zu einem Overkill an Zauberlehrlingen kommen, die von den Lesern alle ähnlich genial empfunden werden. Diese Leser sind etwa so “gestrickt”, dass sie eine gut gemachte Fantasystory einer mittelmäßigen vorziehen würden, wenn letztere eine Zauberschule mit Zauberschülern vorweisen kann.

    Viel Spaß dann an die Lektoren! Bis auf einen Kurztext habe ich bei NB alles gelöscht. Die Technik dort ist übrigens richtig bescheiden.
    Aaron


  36. Jens - November 2, 2010

    Superwiser hat Recht, was die Zukunft der Autoren jener, laut mitgebrachter Rezensentenschar, “epischer” und “epochaler” Meisterwerke angeht. Natürlich. Und das sollte uns dann auch nicht weiter stören.

    Als Autor mit “ohne” Anhang, der sich ganz armselig auf die herkömmlichen und daher ehrlichen wie wertvollen Rezensionen a la Superwiser verlassen muss, mag man sich da ganz schnell wie der ehrliche Radler bei der Tour de France vorkommen. Nur dass es die Fanclub-Autoren nicht beim Blutdoping belassen, sondern gleich aufs Motorrad umsteigen. Soweit okay, denn die Disqualifikation wird in Form einer Lektorenrezension kommen.
    Leider aber hält die Rennleitung bis jetzt daran fest, diese Piloten ohne ein zentrales Statement über die Sinnhaftigkeit ihres Tuns bis ins Ziel fahren zu lassen.

    Grund genug nicht nur für mich, aus diesem Rennen auszusteigen.

    Schade um die grundsätzlich eigentlich sehr gute Idee. Ich würde mir wünschen, dass das neobook-Team hier die Kurve kriegt.

    Viele Grüße
    Jens


  37. superwiser - November 2, 2010

    Na, da sag ich mal, dass die Tour-Macher, die der “de France” natürlich, denen der Neobooks um mindest 100 Jahre “Tour de France”-Erfahrung voraus sind! Kein Wunder daher, dass sie ein schickes, leichtes Renn-Rad von einer Kawasaki ZZR oder einer Suzuki Hayabusa unterscheiden können! Nur, ob das Erkennen von “Doping”, dann auch erst nach 100 Jahren “neobooks” zum Erfolg führt, möchte ich nicht hoffen müssen!

    Grüße, von einem der noch (weil verd…eigensinnig!)an Wunder glauben will! superwiser


  38. Jens - November 3, 2010

    Neobooks wird den Umgang mit den gedopten Texten mit Sicherheit diskutieren (denn ich glaube nicht, dass denen die Situation gefällt) und – hoffentlich bald – das Ergebnis der Diskussion an exponierter Stelle auf der Seite bekanntgeben. Alles andere würde vermutlich mehr und mehr die talentierteren Autoren verprellen oder interessierte Autoren gleich von der Geschichte abhalten. Wäre ja schade für Droemer (und natürlich auch für den Autor), wenn denen dann tatsächlich mal eine “Perle” von der Kette fällt.

    Ich glaube, dass die neobooker da bald (und nicht erst nach besagten 100 Jahren) was aus dem Hut zaubern werden. Die Idee hat es wirklich verdient.


  39. Sabrina - November 3, 2010

    Zumal nicht nur gute Autoren verprellt werden sondern auch gute Rezensenten. Wenn ein “Find ich super” ausreicht, um eine Empfehlung zu geben…warum sollte sich dann irgendwer die Mühe machen, wirklich zu rezensieren? Außerdem kommen die ehrlichen Rezensenten gegen diese Masse an Fanclubs ja gar nicht an. Zum Endspurt hin wird garantiert nochmal das große Hauen und Stechen losgehen. Ich will nicht wissen, wo die Autoren ohne Fanclub dann mit ihren Büchern landen. Wie gesagt – das ist auch frustrierend für die Rezensenten.


  40. Dr. Harry Martin - März 31, 2011

    Ich komme mit der Website überhaupt nicht zurecht, weil sie stümperhaft gemacht ist (Beta??). Man lese nur die Klagen auf dem Forum. Zwei Projekte habe ich abgebrochen. Die letzte Mail an neobooks habe ich unten angefügt. Hieraus geht ein Teil der Ärgernisse hervor.

    (an team@neobooks.de)
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    was produziert ständig den »General Error«? Wer hat eigentlich die Website erstellt? Warum ist sie so schlecht (nicht fertig?). Was mich besonders geärgert hat, war der Manuskript-Editor. Die Auf- und Ab-Pfeile sollen wohl die Möglichkeit bieten, Kapitel nach oben oder unten zu schieben – oder auch Freistellen zu erstellen, in die man dann eine Eingabe machen kann. Nichts funktioniert hier. Klickt man auf einen Pfeil (ich hatte ein Kapitel gelöscht), geschieht überhaupt nichts. Der Editor für »Zum Inhalt« kann die Zeichenzahl bei kopierten Texten nicht feststellen. Auch die Suchfunktion ist nicht funktionstüchtig.
    Was geht hier eigentlich vor? Ich habe mich bereits bei Droemer Knaur darüber beschwert, was Autoren hier zugemutet wird. Das Forum ist voll von Meldungen durch verunsicherte Nutzer. Hier soll man Vertrauen haben?

    M.f.G.
    Dr. Harry Martin


  41. superwiser - März 31, 2011

    Dafür darf man nun sein (schon fertig oder nicht, das ist hier nicht die Frage!)Manuskript per, durch NEOBOOKS erstelltes EPUB “vermarkten”! NEOBOOKS verkündete stolz, “dass schon Verkäufe in 2 stelliger Höhe vorliegen”! Ja, wenn das nicht für diese Plattform spricht, was denn dann?

    Gruß, superwiser


  42. Nicole Rensmann – Schriftstellerin. Bloggerin. » Neobooks.com – “Red nicht … Tu’s doch!” - November 25, 2013

    […] Damals befand sich NEOBOOKS in der Beta-Phase. Meine Bedenken äußerte ich in dem Blogeintrag “Chance oder Schmu? NEOBOOKS.com von Droemer Knaur“. Reaktionen gab es sehr viele darauf. Auch […]


  43. Nicole Rensmann – Schriftstellerin. Bloggerin. » Im Literaturbetrieb bewegt sich was: LYX Storyboard macht Neobooks Konkurrenz - März 29, 2014

    […] Aber ich war interessiert, ich bin neugierig und schon bei Neobooks durfte ich – nach meiner Kritik – mitreden und erhielt einen Zugang zu den Kulissen. Aus persönlichen Gründen konnte ich […]


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